
Reinstwassersystemesind unverzichtbar in Laboren, die hochpräzise Arbeiten wie HPLC, Molekularbiologie und klinische Diagnostik durchführen. Zu diesen Systemen gehört häufig ein Widerstands- (oder Leitfähigkeits-)Messgerät, und ein Messwert von oder über 18,0 Megaohm-Zentimeter (MΩ·cm) wird normalerweise als Maßstab für die Wasserqualität im Sinne von Wasser vom Typ 1 angesehen.
Wenn dieser Messwert sinkt, bedeutet dies normalerweise, dass Ionenaustauschkartuschen müssen ersetzt werden. Was aber, wenn das System weiterhin 18 MΩ·cm oder mehr anzeigt – selbst nach 6, 12 oder 18 Monaten Nutzung?
Einige Filter können über ein Jahr halten und immer noch einen spezifischen Widerstand von 18 MΩ·cm oder mehr anzeigen. Für viele Benutzer mag dies akzeptabel erscheinen. Bei kritischen Anwendungen kann dies jedoch irreführend und riskant sein.
Die meisten Widerstandsmessgeräte erkennen nur ionische Verunreinigungen. Allerdings können viele organische Verbindungen, insbesondere nichtionische organische Verbindungen, unbemerkt durch Ionenaustauscherharze schlüpfen. Diese Substanzen haben keinen Einfluss auf den spezifischen Widerstand, sodass Ihr Messgerät auch dann noch das in der Norm geforderte Minimum von 18 MΩ·cm anzeigen kann, wenn Verunreinigungen vorhanden sind.
Ionenaustauscherharze wurden entwickelt um auf geladene gelöste Salze und nicht auf organische Moleküle abzuzielen. Einige organische Stoffe können sich nur schwach an das Harz binden, aber viele passieren es – insbesondere, wenn das Harz mit Ionen gesättigt ist oder konkurrierenden Verunreinigungen ausgesetzt wird.
Im Laufe der Zeit:
Ohne einen TOC-Monitor bemerken Benutzer möglicherweise nie, dass ihr System nicht mehr wirklich produziert Reinstwasser. Aus diesem Grund ist es wichtig, alle Installationstermine der Filter zu verfolgen und sie zeitgerecht auszutauschen – nicht nur auf der Grundlage des spezifischen Widerstands.
Sobald Harze gesättigt sind:
Indem Sie über den Widerstand hinausgehen und Ihr System proaktiv warten, schützen Sie Ihre Experimente, Ihre Ergebnisse – und Ihre Sicherheit. Die Wartung von Laborsystemen, wie das Wechseln von Filtern und die regelmäßige Desinfektion, sind entscheidende Faktoren für genaue Laborergebnisse.
Nicht unbedingt. 18 MΩ·cm weisen zwar auf einen geringen Ionengehalt hin, berücksichtigen jedoch nicht nichtionische organische Verunreinigungen, die noch vorhanden sein können. Diese organischen Stoffe haben keinen Einfluss auf den spezifischen Widerstand, können jedoch die Wasserreinheit beeinträchtigen – insbesondere bei sensiblen Anwendungen wie HPLC oder Molekularbiologie.
Organische Verunreinigungen können Analyseergebnisse beeinträchtigen, Geräte beschädigen oder biologische Reaktionen beeinflussen. Da viele organische Verbindungen von Widerstandsmessgeräten nicht erkannt werden, kann es sein, dass Sie sich nur auf diese Messwerte verlassen, um versteckte Verunreinigungen nicht zu erkennen.
Zur Überwachung auf organische Verunreinigungen benötigen Sie einen TOC-Monitor (Total Organic Carbon). Die TOC-Messung gibt Aufschluss über das Vorhandensein von kohlenstoffbasierten Verunreinigungen, die Widerstandsmessgeräte nicht erkennen können.
Es wird empfohlen, die Ionenaustauschkartuschen mindestens alle 12 Monate auszutauschen, unabhängig von den Widerstandsmesswerten. Auch wenn das System nicht intensiv genutzt wird, können Harze mit der Zeit gesättigt werden und ihre Wirksamkeit verlieren – insbesondere bei der Entfernung organischer Stoffe.
Zusätzlich zum jährlichen Austausch von Ionenaustauschpatronen, UV-Lampen (falls in Ihrem System vorhanden) und Ultrafiltern (UF), falls vorhanden, sollte nach demselben Zeitplan ersetzt werden. Regelmäßige Wartung, einschließlich jährlicher Desinfektion, gewährleistet eine gleichbleibende Wasserqualität und verhindert unbemerkte Verunreinigungen.
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